25.05.2009 11:00
In der April/Mai Ausgabe 2009 der Zeitschrift IT-Business wurde ein Interview mit den Vorständen der Würzburger Ibis Prof. Thome AG, Dr. Wolfgang Walz und Dr. Andreas Hufgard geführt. Unter der Überschrift "Wie die Cloud das ERP-Geschäft umkrempelt" wurde auf das hochaktuelle Thema von SaaS (Software as a Service) eingegangen.
Um den Unterschied eines eigenen Betriebs von Servern oder die günstige Nutzung in einem Rechenzentrum mit Mietsoftware zu verdeutlichen - gerade unter den oft geäusserten Bedenken der Datensicherheit und des Zugriffs Dritter - ist folgende Aussage sicher ein Grund, nochmals über eine Auslagerung an einen Dienstleister nachzudenken.
Auszug aus dem Interview
ITB: Welche Probleme sehen sie in Bezug auf die externe Datenhaltung. Beim SaaS-Modell von Microsoft beispielsweise werden die Kundendaten außerhalb der Bundesrepublik gehalten. Bei Google verlassen sie womöglich sogar die EU.
WALZ: Den Ort der Datenhaltung, soweit dies keine steuerlichen Auswirkungen hat, sehen wir als völlig unkritisch. Die entscheidende Frage ist: Wie sicher sind meine Daten? Jedes mittelständische Unternehmen, das einmal ein solches SaaS-Rechenzentrum besichtigt hat, wird einsehen, dass es vergleichbare Sicherheitsstandards selbst nie erfüllen könnte. Aus unserer Sicht führen SaaS-Modelle daher eher zu einer Erhöhung der Datensicherheit.
Quelle/Mit freundlicher Genehmigung: IT-Business, Vogel IT-Medien GmbH
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass viele Firmen guten Mutes davon ausgehen, dass es in ihren Büroräumen oder Praxis nie zu einem Einbruch, Feuer oder sonstigem Schaden kommen könnte. Sämtliches Know-how, alle Daten sowie auch noch so aktuelle Datenbackups und die Arbeitsplätze könnten aber komplett vernichtet sein.
Die (technischen) Maßnahmen gegen diese Bedrohungen sind manchem vielleicht zu teuer, im Fall der Fälle aber wird die Einsicht zu spät kommen, das man doch etwas mehr in Sicherheit hätte investieren können.
Und es geht hier um komplette Firmenexistenzen, nicht um eine versehentliche Löschung von 15 Kundenadressen. Ausserdem: viel zu leicht kann jede etwas gewiefte Zugehfrau (oder andere Unbefugte) einen Blick in den Pc der Arztpraxis machen - stellt sich die Frage nach dem Datenschutz schon fast nicht mehr.(Und laut Datenschutzgesetz muss der Firmeninhaber, Arzt oder allgemein der Chef dies unterbinden!)
Software as a Service und die Auslagerung des kostenintensiven Betriebes eigener Hardware
Die Nachfrage nach SaaS-Lösungen steigt stetig an wie alle Marktforschungen belegen, aber noch viel zu wenig Firmen denken über die IT aus der Steckdose mit der Miete von Soft- und Hardware nach. Auch die Auslagerung ihrer Daten(sicherungen) an einen geographisch entfernten Ort spielt für viele Betriebe scheinbar keine Rolle, aber dies könnte im oben beschriebenen Fall der Fälle überlebenswichtig sein.
Videoüberwachungoder ähnliche Sicherheitsmaßnahmen, kann sich (fast) niemand leisten. Die laufenden Kosten für ein Datacenter verteilen sich aber auf viele Schultern und werden somit für den Einzelnen erschwinglich.
Ein Rechenzentrum bietet Ihnen also ein Höchstmaß an Sicherheit in vielen Bereichen, den Sie selber ohne einen immensen Kapitalaufwand nicht leisten können:
Alle Anwendungen können Sie aus dem Datacenter beziehen und arbeiten damit so, als wäre es vor Ort installiert.
Und, Sie können das vollkommen ortsunabhängig nutzen - das wäre auch der große Unteschied wenn die Büroräume aus welchem Grunde auch immer, nicht mehr zur Verfügung stehen.